WARNUNG: 99% der Investment-Angebote mit überhöhten Gewinnversprechen sind Betrug!
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Aktualisiert: Februar 2026

Investment-Betrug in Deutschland melden

Sind Sie Opfer von Anlagebetrug geworden? Dieser Leitfaden zeigt Ihnen, welche deutschen Behörden zuständig sind und wie Sie Strafanzeige erstatten, Ihr Geld zurückfordern und sich schützen können.

BaFin-Warnliste prüfen

Die BaFin veröffentlicht regelmäßig Warnungen vor unseriösen Anbietern. Prüfen Sie, ob der Anbieter bereits bekannt ist:BaFin Warnungen öffnen

Schritt-für-Schritt Anleitung

Folgen Sie diesen Schritten, um Ihren Fall bestmöglich zu dokumentieren und bei den zuständigen Behörden zu melden.

1

Beweise sichern

— Screenshots, E-Mails, Kontoauszüge

Sichern Sie sofort alle Beweise: Screenshots der Plattform, Chat-Verläufe, E-Mails, Kontoauszüge mit Überweisungen, Verträge und Werbematerial. Diese Beweise sind entscheidend für die Ermittlungen.

2

Strafanzeige erstatten

— Polizei oder Staatsanwaltschaft

Erstatten Sie umgehend Strafanzeige wegen Betrugs (§ 263 StGB). Dies ist online über die Internet-Wache Ihres Bundeslandes oder persönlich bei jeder Polizeidienststelle möglich.

3

BaFin informieren

— Finanzaufsicht

Melden Sie den verdächtigen Anbieter bei der BaFin. Prüfen Sie vorab, ob der Anbieter in der BaFin-Unternehmensdatenbank registriert ist oder bereits auf der Warnliste steht.

4

Bank kontaktieren

— Rückbuchung beantragen

Informieren Sie Ihre Bank sofort über den Betrug. Beantragen Sie die Rückbuchung der Überweisungen. Bei Kreditkartenzahlungen ist ein Chargeback-Verfahren möglich.

5

Verbraucherzentrale

— Beratung einholen

Nutzen Sie die Beratungsangebote der Verbraucherzentralen. Diese können bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche helfen und prüfen, ob eine Sammelklage möglich ist.

Zuständige Behörden in Deutschland

Kontaktdaten aller relevanten deutschen Behörden für die Meldung von Investment-Betrug.

Online-Wachen der Bundesländer

In vielen Bundesländern können Sie Ihre Strafanzeige bequem online erstatten.

Rechtliche Grundlagen

§ 263 StGB - Betrug

Wer in der Absicht, sich einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt, dass er durch Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Irrtum erregt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft.

§ 263a StGB - Computerbetrug

Relevant bei Online-Trading-Betrug und manipulierten Handelsplattformen. Umfasst die Manipulation von Datenverarbeitungsvorgängen zur Erlangung eines rechtswidrigen Vermögensvorteils.

KWG - Kreditwesengesetz

Unerlaubte Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen ohne BaFin-Lizenz sind strafbar. Die BaFin kann Unternehmen die Geschäftstätigkeit untersagen und Abwicklungsanordnungen erlassen.

Anlegerentschädigung

Die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) schützt Anleger bei Insolvenz eines zugelassenen Instituts bis zu 20.000 EUR pro Anleger.

Wichtige Tipps für Betroffene

Alles dokumentieren

Sichern Sie alle Beweise: Kontoauszüge, Screenshots, E-Mails, Chat-Verläufe, Verträge und Werbematerial. Notieren Sie Daten, Uhrzeiten und Gesprächspartner.

Keine weiteren Zahlungen

Leisten Sie keine weiteren Zahlungen, auch nicht wenn "Steuern" oder "Gebühren" für eine Auszahlung verlangt werden. Dies ist eine typische Nachbetrugs-Masche.

Schnell handeln

Je schneller Sie handeln, desto höher die Chance auf Rückbuchungen. SEPA-Überweisungen können innerhalb kurzer Fristen zurückgerufen werden.

Vorsicht vor "Recovery-Betrug"

Seien Sie misstrauisch gegenüber Firmen, die versprechen, Ihr Geld zurückzuholen - gegen Vorauszahlung. Dies ist häufig ein weiterer Betrug (Recovery Scam).

Mustervorlagen für Ihre Anzeige

Nutzen Sie unsere kostenlosen Vorlagen für Strafanzeigen bei der Polizei, Beschwerden bei der BaFin und Rückbuchungsanträge bei Ihrer Bank.